Hühners Zeugs

Milbenzeug

 

 

  

 

  

 

 

  

 

 Vogelmilben sind widerliche kleine Lästlinge die man allein schon zum Wohl des Huhns schnellst möglich und gründlich beseitigen sollte ....... obwohl die Lebensweise dieser Blutsauger an und für sich recht faszinierend ist. Wenn man einen heftigen Befall nicht bekämpft kann das durchaus mit dem Tod eines Huhns enden. Wor allem bei der roten Vogelmilbe. Abhilfe schaffen können verschiedenen Sachen: Nackentropfen oder Milbenspray oder Milbenpulver. Ich liste hier nur die Produkte auf mit denen ich persönlich Erfahrungen gemacht habe. Es gibt sicher auch noch jede Menge andere Präparate ...... im Gift und Vernichtungsmittel herstellen ist der Mensch ja bekanntlich ganz groß.

  

 

 

 

An Milbenpulver kann ich AGRINOVA Milbenfrei empfehlen. Das Pulver ist natürlichen Ursprungs und wirkt mechanisch, so dass keine Resistenzen entstehen können. Es besteht aus feinstem Silikatstaub bzw. Kieselgur und zerscheuert die Gelenke und Panzerplatten der Schädlinge, so dass diese austrocknen und absterben. Man stäubt damit den Stall ein. Vor allem behandelt man damit die Legenester, alle Ritzen und die Auflageflächen der Sitzstangen. Man kann auch die Hühner selber einpudern oder das Pulver ins Staubbad geben. Wenn man das prophylaktisch vor einem möglichen Milbenbefall macht hat man mit Parasiten im Stall oft gar nichts mehr zu tun.

 

Es gibt das Präparat jetzt auch als Agrinova Milbenfrei SC. Das ist eine flüssige Form als Suspension auf Wasserbasis. Es funktioniert ebenso wie das Pulver das aufgrund seiner bio-physikalischen Eigenschaften eine stark schmirgelnde und austrocknende Wirkung gegen Milben, kriechende Insekten und Spinnentiere hat. Die Flüssigkeit kann mit normalen Spritzgeräten versprüht werden. Ausprobiert habe ich das Präparat aber noch nicht.

 

  

 

 

PyriSec von AGRINOVA ist eine Erweiterung des obigen Präparates und enthält zusätzlich zum Silikatstaub bzw. Diatomeenerde das schnell wirkendes Kontaktgift Pyrethrum. Das Produkt ist als Sofortmaßnahme geeignet, wenn die Milben schon im Stall sind. Gleichzeitig wirkt es langfristig und präventiv ohne das sich Resistenzen aufbauen können.

 

  

 

 

 

  

Man kann auch mit flüssigem Gift gegen Milbenplagen vorgehen. Wenn der Befall sehr stark ist und die Milben sich in diversen Ritzen und Spalten eingenistet haben, habe ich gute Erfahrungen mit Intermitox flüssig gemacht. Damit kommt man auch in kleine Spalten gut hinein. Das ist allerdings ein richtiger Chemiecocktail. Und bei der Ausbringung muss man vorsichtig sein und mit der Lösung sowohl haut- als auch atemtechnisch aufpassen. Die Tiere sollten damit auch nicht in Kontakt kommen. Aber wirkten tut das Präparat hervorragend. Die Lästlinge werden innerhalb kürzester Zeit unschädlich gemacht.

 

 

 

 

Mittlerweile gibt es reinen Kieselgur auch in wasserlöslicher Form: HS Mikrogur 5. Man kann das Pulver porblemlos im Verhältnis 1 : 10 in Wasser einrühren und versprühen. Es ergibt eine braune Brühe die sich mit jedem handelsüblichen Sprühgerät ausbringen lässt. Der Mikro-Kieselgur haftet um ein vielfaches besser an der Wand oder anderen Teilen des Stalls als das trockene Pulver und es gibt keine Staubbelastung. Zudem kann man auch kleinere Ritzen und Spalte wirkungsvoller erreichen. Der Hersteller rät beim Verrühren mit Wasser etwas Spülmittel zu zusetzen. Das verringert die Oberflächenspannung der Suspension und führt zu einer bedeutend besseren Benetzung der Kerben und Ritzen. Wenn das Wasser aufgetrocknet ist bleibt ein feiner weißer fester Film zurück den man nur schwer wieder ab bekommt :)  Von Agrinova gibt es ein ähnliches Produkt: Agrinova Milbenfrei SC.

 

  

 

 

Es gibt auch Präparate für die Anwendung am Tier selber. Diese Nackentropfen  von Sollfrank KG sind eigentlich für Brieftauben gedacht, funktionieren aber auch beim Huhn sehr gut. Sie vernichten die Milben direkt am Tier, wenn es schon befallen ist. Man tropft einfach 2-3 Tropfen direkt auf die nackte Haut oder auf die Beine des Huhns. Damit ist das Tier die Untermieter los die als Dauergast noch unter den Federn geblieben sind. Das ist eine wichtige Sofortmaßnahme und auch zwischen durch immer mal wieder empfehlenswert. Allerdings ist das Produkt eine rechte Chemiekeule und wirkt sich auch auf die Eier aus.

 

Diese Tropfen setzt ich auch bei Kalkbeinen ein. Eigentlich lasse ich die Tropfen immer über die Beine der Hühner laufen und träufel sie nicht in den Nacken. Das hat den Vorteil, dass die Grabmilben (Krätze-Milben) die möglicher Weise da sind und die Kalkbeine verursachen auch mit dem Gift in Kontakt kommen und absterben.

  

Eine andere Art von Nackentropfen sind die Ardap SPOT ON. Sie sind für Ziervögel, Wachteln, Tauben und Papageien geeignet und somit auch für Hühner und ebenso Hühner-Küken. In diesem Präparat ist der natürlichem Wirkstoff Pyrethrum aus der Chrysantheme der sehr gut gegen Milben und andere Lästlinge hilft.

 

 

 

  

Was vermutlich auch gegen Kalkbeine also Krätze-Milben bzw. Grabmilben hilft ist das Flüssigpräparat von AniForte®  mit dem Namen  Milben-Stop Spray PLUS für Hühner. Das ist eine Mischung aus Alkohol Lavendel- und Neemöl. Das Öl legt sich dicht über die Hautschuppen der Hühnerbeine und erstickt damit langfristig die Grabmilben. Die Inhaltsstoffe von Neem und Lavendel wirken entzündungslindernd und desinfizierend. Ausprobiert habe ich es noch nicht aber ich denke dass es gut helfen kann. Man sollte die Anwendung mehrmals wiederholen um auch wirklich alle Krätzemilben zu erwischen und auch deren Eier und Nachkommenschaft effektiv auszurotten. Sonst hat man das Problem nach kurzer Zeit wieder. Außerdem braucht die Haut der Beine eine gewisse Zeit um abzuheilen und wieder glatt zu werden. Noch besser wirkende Medikamente gibt es natürlich beim Tierarzt :)

 

 

  

  

 

Eine ähnliche Funktionsweise hat auch das Öl Ballistol Animal. Es ist gut einsetzbar gegen Kalkbeine. Das Öl ertickt die Grabmilben in den obersten Hautschichten, wirkt desinfizierdne und lindert den Juckreiz. Wenn man es in Wasser tropft und die Hühnerbeine darin badet lösen sich die Verkrustungen und die Borke weicht auf. Man muss dieses Präperat langristig anwenden um die Lästlinge los zu werden. Denn leider zapfen Grabmilben nicht den Blutkreislauf des Huhnes an und nehmen damit milbentötenden Gifte nicht auf.

 

  

 

 

 

    

Eine ..... von mir allerdings noch nicht erprobte ...... mildere und verträgliere Alternative ist HS Protect Bird Spot on. Das ist ein Produkt in Tropfenform auf rein natürlicher Basis ohne toxische Inhaltsstoffe soll aber dennoch auf die selbe Weise erfolgreich wirken. Die wirksamen Bestandteile sind: Octansäure, Decansäure, Wasser, Kaliumdecanoat und Natruimdecanoat ..... was auch immer das bedeuten mag  :)

 

Von wegen ich liste hier nur Sachen auf die ich schon erprobt habe.

 

 

  

 

 

Kokosöl und Laurinsäure

Ein weiteres Mittel, das gegen Miben und Lästlinge im Federkleid eingesetzt wird, ist die sogenannte Laurinsäure, ein Derivat aus dem Kokosöl, das als sogenanntes Kriechöl die Atmungsorgane der Parasiten verschließt und so gegen Befall auf den Hünern wirkt. Dieses Öl, auch unter der Bezeichnung (Do)Decansäure geführt, kann durch Neemöl und/ oder Teebaumöl ergänzt werden. Beide letztgenannte Öle können auch in einer Öl-Wassermischung mit Kieselgur zum Einsatz kommen, um der Milbe ihre Schlafstätten gewisseraßen zu verstänkern.

Angaben von Heiko Froehlich - http://www.huehner-hof.com/

Quelle: http://www.huehner-hof.com/krankheiten-ungeziefer/rote-vogelmilbe/

 

 

 

 

 

 

 

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